Im Naturpark mit den LandFrauen Flammersfeld unterwegs

 

Auf dem gut ausgeschilderten Rundweg wurde von Wanderführer Werner Eul viel Wissenswertes über den Geo-Wasserweg erzählt. Gestartet wurde vom Wasserwerk Epgert im schönen Lahrbachtal. Die Wasserversorgung der Bewohner von Epgert war in den Nachkriegsjahren sehr schlecht. Es traten vermehrt Typhuserkrankungen auf, weil die Brunnen durch Fäkalien aus der Landwirtschaft immer wieder mit Kolibakterien verseucht wurden. Aus diesem Grunde wurde der Gemeindebrunnen vom Gesundheitsamt geschlossen. Im Herbst 1953 wandten sich Epgerter Bürger in einem Brief an die Politik. Bereits 1956 waren die Planungen zu einer Großraumwasserversorgung durch das Kreiswasserwerk Neuwied zum Abschluss gekommen. Ein besonderer Höhepunkt war der Devon-Platz in Epgert. Hier wird von den spektakulären Fossilienfunden aus dem Erdzeitalter Devon berichtet, die man beim Bau der ICE Trasse machte. Einst jagten hier auf Sandbänken gewaltige Seeskorpione nach Beute. Am Geo-Punkt Epgert wurde ein Rundumblick über den Westerwald, Siegerland bis zum Rothaargebirge genossen. An der Kita „Burgmäuse“ wurde eine kurze Rast mit süßen Erfrischungen eingelegt. Danach ging es auf dem Erlebnisweg vorbei an bunten Figuren wie Wichtel, Drachen und Raupen zurück nach Krunkel. Der Abschluss erfolgte bei sommerlichen Temperaturen in der Außengastronomie im Hotelpark Westerwaldtreff in Oberlahr. Der kurze Trip in die Heimat war voller Überraschungen.

 

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Kinder lernen Kochen

Jungköche schnippeln und brutzeln eifrig

 

Ausgebucht war der Kinderkochkurs, den der LandFrauenverband Frischer Wind e. V., Bezirk Flammersfeld, beim Ferienspaß der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld anbot. Jedes Jahr wird beim Kochkurs ein anderer Schwerpunkt gesetzt und eine qualifizierte Referentin des LandFrauenverbandes mit in die Lehrküche der Integrierten Gesamtschule nach Horhausen geholt. Melanie Henn ist studierte Oecotrophologin und Hauswirtschaftsmeisterin. In diesem Jahr wurde das Thema „Die tolle Knolle“ aufgenommen. Kartoffeln sind gesund. Sie machen satt aber nicht dick. Der größte Teil der Kartoffel besteht aus Wasser. Der zweite Hauptbestandteil ist die Stärke. Das sind Kohlenhydrate, die Energie liefern. Weiterhin ist noch Eiweiß in der Kartoffel, welches ein wichtiger Grundbaustein unseres Körpers ist. Haben Sie das alles gewusst? Ein kleines Geschicklichkeitsspiel mit dem Balancieren einer Kartoffel auf dem Löffel stand ebenfalls auf dem Plan. Bei dem Sommerwetter sorgte ein selbst gemachter Zitronen-Eistee für die nötige Abkühlung. Melanie Henn teilt die vom Landesverband Rheinhessen e. V. zur Verfügung gestellten Rezepthefte aus und erklärt noch die Grundregeln zur Hygiene in der Küche. Nach dem Händewaschen dürfen die Kinder loslegen. Als Gerichte standen zur Auswahl: Grumbeerensuppe, Kartoffelquartett mit verschiedenem Belag, Fischfilet „Käpt`n Knolle unter der Kartoffelhaube“, Sesam-Ofenkartoffel und außer Konkurrenz ein Bio-Bananen-Shake. Natürlich gehört zum Kochkurs anschließend auch das Spülen und Aufräumen. Die jungen Kochlehrlinge wollen nun zu Hause auch mal den Eltern und Großeltern was kochen. Genießen Sie die gesunde Vielfalt der Erdäpfel!

 

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                      Bezirk Flammersfeld

Nach zwei Jahren Corona-Pause konnten die Landfrauen wieder zu einer Tagesfahrt einladen.

Am 19. Mai 2022 ging es bei herrlichem Sonnenschein in die gut erhaltene Festungsstadt Zons im Rheinland. Dort wurden wir von der Magd Marie empfangen, die uns in eine längst vergangene Zeit führte; bei einem Rundgang wusste Sie einiges über die Altstadthäuser, das historische Schloss und die Burganlage inmitten der gut erhaltenen Stadtmauern zu erzählen.

Pest und Belagerungen bedrohten im Mittelalter das Leben der Bewohner, das ohnehin hart und entbehrungsreich war. Halunken und Räuber trieben ihr Unwesen.

Es gab aber auch Anekdoten zum Schmunzeln, da viele heute noch gebräuchlichen Sprichwörter aus dieser Zeit stammen. 

Den Flair der alten Gemäuer konnten wir bei angeregten Gesprächen und einem leckeren Eis auf dem Marktplatz noch auf uns wirken lassen.

Später ging es weiter in die Kölner Südstadt zu der „Zündorfer Groov“. Unterwegs überraschte uns ein Gewitter mit heftigem Platzregen. Nach einem gemütlichen Abendessen in einer unmittelbar am Rheinufer gelegenen Gaststätte wurde die Heimreise angetreten.

Weil die sozialen Kontakte in den letzten Jahren teilweise gefehlt haben, sind die nächsten Veranstaltungen bereits in der Planung.