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Aktuelles

 

48 begeisterte Altenkirchener LandFrauen auf dem Deutschen LandFrauentag in Kiel

Ein ganzer Bus voller LandFrauen aus dem Kreis machte sich auf, am Deutschen LandFrauentag in Kiel teilzunehmen. Unter dem Motto „Auf Kurs in die Zukunft“ feierte der Deutsche LandFrauenverband sein 75-jähriges Bestehen. DLV-Präsidentin Petra Bentkämper hieß gut 5.000 LandFrauen aus der ganzen Republik willkommen und konnte als besonderen Gast sogar den Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier und weitere politische Prominenz, wie Bundesfrauenministerin Lisa Paus, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir, den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther und Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer begrüßen.

450.000 LandFrauen sind in Deutschland ehrenamtlich aktiv. Dieses Engagement würdigten die Ehrengäste, allen voran Bundespräsident Steinmeier: „Ihr Engagement ist lebensnah. Es nimmt alle mit. Es hilft im ganzen Land, ganz konkret, jeden Tag. Mit anderen Worten: Ihre Arbeit ist – nein, Sie sind unverzichtbar. Wir können gar nicht genug wertschätzen, wie sehr Sie sich um unser Gemeinwesen verdient machen.“  Er sprach aber auch Themen wie die immer noch herrschende Ungleichbehandlung, die existentielle Abhängigkeit von Frauen, die schlechte Gesundheitsversorgung und Armut im Alter an – Themen, die die LandFrauen schon lange politisch begleiten.

Ministerpräsident Günther würdigte die LandFrauen als starke mitgestaltende Kraft im ländlichen Raum und lobte das stetige Bemühen um gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die LandFrauen sind mit ihren Netzwerken die Infrastruktur des Miteinanders.

DLV-Präsidentin Bentkämper brachte es auf den Punkt: „Wir sind seit der Gründung ein eigenständiger Verband, der für alle Frauen seine Stimme erhebt. Und diese Unabhängigkeit ist unsere Stärke“. Sie forderte gleichzeitig eine neue Streitkultur in der Politik. Sie könne nicht verstehen, dass sich nach dem Ergebnis der Europawahl die demokratischen Parteien nicht gemeinsam auf den Weg machten, die Demokratie zu erhalten, sondern sich stattdessen gegenseitig bekämpfen.

Landwirtschaftsminister Özdemir zeichnete drei LandFrauen als Unternehmerinnen des Jahres 2024 aus: Sina Steensen für ihre erfolgreiche Direktvermarktung von Eiscreme aus Milch ihrer Kühe, Melanie Göppert für die Herstellung und Vermarktung von schadstofffreier Naturseife und Christina Ingenrieth, die den Familienbetrieb Genholter Hof mit Diversifizierung in die Zukunft führen will. 

In den folgenden Tagen erkundeten die Altenkirchener*innen die Holsteinische Schweiz, fuhren mit dem Schaufelraddampfer über die Schlei, besuchten Schleswig mit der historischen Fischersiedlung Holm und die Plöner Seenplatte. Die Kreisvorsitzende Gerlinde Eschemann zog ein überaus positives Fazit der Reise in den hohen Norden und bedankte sich zum Abschluss bei allen Reiseteilnehmer*innen für das gute Miteinander.

 

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Zusatztermin im Klimagarten

Das anhaltend schlechte Wetter und die ebenfalls dadurch verursachte Schneckenplage machten Nachpflanzungen und Unkrautjähten erforderlich. Heike Boomgaarden und Werner Ollig erschienen mit ihrem vollgeladenen Pflanzenbus und los gingen die Nacharbeiten. Der Garten nimmt schließlich an den Obererbacher Kunst- & Gartentagen am 22./23. Juni teil und da galt es, den Garten auf Vordermann zu bringen. Wie immer waren die LandFrauen mit viel Spaß  bei der Sache!

 

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 Die Klimagärtner*innen des LandFrauenverbandes Frischer Wind e.V. besuchen den Rosengarten in Zweibrücken 

Für die Teilnehmer der Klimagärtner-Weiterbildung der LandFrauen war das 8. Modul „Rosen, Stauden, Blumenzwiebeln“ ein wahrer Augenschmaus. Mit Projektleiterin Heike Boomgaarden ging es nach Zweibrücken in den Rosengarten. Der gärtnerische Leiter des Rosengartens, Heiko Hübscher, führte die Gruppe stolz durch seinen Rosengarten. Auf der 5 ha großen Parkanlage blühen rund 45.000 Rosen in beinahe 2.000 verschiedenen Sorten.  Beetrosen, Kletterrosen, Edelrosen, Hochstammrosen, zum Teil mit betörendem Duft, wer wollte sich da für einen Favoriten entscheiden? Wunderschön angelegte, in leuchtenden Farben blühende Staudenbeete und eine Vielzahl Wasserelemente machen den Rosengarten zu einem echten Juwel der Ruhe und Entspannung. Heiko Hübscher erläuterte auf sehr anschauliche und humorvolle Art und Weise, wie der Rosengarten angelegt ist, wie und wann die Rosen geschnitten werden sollten und welche Rosen und Stauden zusammen passen. Der Rosengarten ist ein Biobetrieb, beim Pflanzenschutz wird komplett auf den Einsatz von Fungiziden und Insektiziden verzichtet. Stattdessen wird durch gezielte Bodenpflege und umweltschonende Düngung die Pflanze gestärkt. Und das Ergebnis ist extrem sehenswert.

 

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Modul 7 der LandFrauen-Fortbildung „Klimagärtnern“ 

Für das Online-Format im Kulturhaus Hamm wurde Frau Birgit Schattling aus Berlin zugeschaltet. Sie organisiert seit 2017 den kostenlosen Online-Bio-Balkon-Kongress und teilt wertvolle Tipps aus ihrem Erfahrungsschatz, gewonnen auf ihren beiden Balkonen.

Mit dieser inspirierenden Balkonbotschafterin tauchten die Teilnehmerinnen in die nachhaltige Balkongärtnerei ein. Bis in den Winter ist es möglich, auf dem Balkon mit Erfolg auf eigene Ernte zu gärtnern. Salat, Gemüse und Kräuter lassen sich so selbst in der Stadt ernten. Selbst Gehölze und Beerensträucher gedeihen auf dem Balkon und ersetzen den Sonnenschirm. Wichtig sind große Pflanzgefäße mit Wasser-Reservoir und einem guten Ablauf. Wasserspeichernde Elemente in der Erde, wie Agrar-Perlit, Tonkugeln oder Bimsstein sind sinnvoll. Hier ist mehr Wurzelraum wertvoller als eine Drainage-Schicht.  

Balkone gelten als Trittsteinbiotope für Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel. Für diese ist es dort wie auch im Garten wichtig, im Herbst die Samenstände von Stauden und Blumen stehen zu lassen, damit dort Schmetterlingsraupen und Insekten überwintern können. Um Platz zu gewinnen empfiehlt die Expertin Vertikal-Beete. Mit dieser Art in die Höhe zu gärtnern ergeben sich auf engem Raum weitere Möglichkeiten für die eigene ökologische Oase.

 

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Ein besonderer Tag im Klimagarten in Obererbach !

Die Klimagärtner: innen haben unter Anleitung von Heike Boomgaarden gemeinsam ein echtes Meisterwerk erschaffen:
Es wurde ein Vielfalt-Gemüse-Garten gepflanzt.
Der Garten ist in einem Kreis angelegt, und in seiner Mitte befindet sich ein Milpa-Beet. Die Maya wussten schon vor Jahrhunderten um die Bedeutung der Mischkultur. Ein bewährtes Anbausystem, das auch heute noch seine Gültigkeit hat, ist die sogenannte Milpa: Hier werden Mais, Bohnen und Kürbis zusammen angebaut. Diese drei Pflanzen unterstützen sich gegenseitig. Der Mais dient den Bohnen als natürliche Rankhilfe, während die Bohnen Stickstoff aus der Luft fixieren und so den Boden düngen. Der Kürbis wiederum bedeckt den Boden mit seinen großen Blättern, unterdrückt unerwünschtes Beikraut und hält den Boden feucht.
Im zweiten Kreis wurden Mangold, Zucchini, 20 verschiedene Tomatensorten, 20 Paprika- und Zucchinisorten, Auberginen, Kletterspinat und Gurken an Haselnussstöcken gepflanzt.
Der äußere Ring besteht aus einer Vielzahl von Sommerblumen und Kräutern, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch als natürlicher Pflanzenschutz dienen und viele Insekten anlocken. So wird nicht nur für eine reiche Ernte gesorgt, sondern auch für die Vermehrung dieser wertvollen Sorten, die in allen Gärten der Projektteilnehmer: innen weiterverbreitet werden können."
Dieser Zusatztermin wurde notwendig, weil beim letzten Vorort-Treffen aufgrund des Wetters keine Pflanzungen mehr möglich waren.

 

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 Musical!Kultur Daaden begeistern beim LandFrauentag im KulturWerk Wissen 

Fast 400 Gäste konnte die Vorsitzende Gerlinde Eschemann zum diesjährigen LandFrauentag im KulturWerk Wissen begrüßen. Unter ihnen Landrat Dr. Peter Enders, den Vorsitzenden des Bauern- und Winzerverbandes Altenkirchen, Josef Schwan, den Vorsitzenden des Kreiswaldbauvereins, Friedrich Freiherr von Hövel, den Vorstand der Sparkasse Westerwald-Sieg, Michael Bug sowie Bürgermeister und Beigeordnete der Verbandsgemeinden des Kreises. Vom Landesverband der LandFrauen überbrachte Irene Frick, die stellvertretende Vorsitzende Grüße aus Rheinhessen. Herzlich begrüßt wurden auch die Gartenbauexperten Heike Boomgaarden und Werner Ollig, die das Klimagärtnern-Projekt der LandFrauen über ein ganzes Jahr als Referenten begleiten. 

In allen Bezirken haben zum Jahresanfang Neuwahlen der Vorstände stattgefunden. Traditionell werden beim LandFrauentag die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder verabschiedet und für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement geehrt. So konnte Gerlinde Eschemann sich bei zehn verdienten Vorstandsmitgliedern persönlich bedanken, sechs waren leider verhindert. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet. 

Aus dem Bezirk Altenkirchen wurden Bärbel Schneider (25 Jahre), Elke Hackbeil (25 Jahre), Heike Fuchs (14 Jahre) und Edith Brandenburger (14 Jahre) geehrt, aus dem Bezirk Betzdorf Gabriele Wellern (12 Jahre), Jutta Hambürger (8 Jahre) und Edith Thelen (8 Jahre), aus dem Bezirk Wisserland Mechthild Euteneuer (24 Jahre), Erika Nickel (8 Jahre), Gabi Führer (4 Jahre), Inge Hahn (4 Jahre) und Margarete Wagner (4 Jahre), aus dem Bezirk Weyerbusch Karin Wallau (12 Jahre) und Christina Neitzert (4 Jahre) und aus dem Bezirk Gebhardshain Therese Meyer (12 Jahre) und Dorothea Schell (12 Jahre). Alle erhielten eine Urkunde sowie ein Blumenpräsent.

Aber dann hieß es :  Bühne frei und Vorhang auf für die Akteure von Musical!Kultur Daaden. 20 Sänger*innen und Tänzer*innen nahmen die Zuschauer*innen mit auf eine Zeitreise durch die Welt der Musicals. In tollen Kostümen ging es über Aida, Bonnie & Clyde, Die drei Musketiere und Big Fish zur neuen Produktion Sister Act, die erst im Oktober auf der Bühne des Apollo-Theaters in Siegen aufgeführt wird. Zwei Stücke daraus wurden erstmals öffentlich gezeigt, waren also eine absolute Premiere. Die Zuschauer*innen ließen sich von der Show begeistert mitreißen und so durften die Akteure die Bühne auch erst nach einer Zugabe verlassen.

In der Pause verwöhnte der Partyservice Schuhmacher wie gewohnt mit kulinarischen Leckereien.

 

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Modul 6 der LandFrauen-Fortbildung „Klimagärtnern“ fand bei strahlendem Sonnenschein statt – allerdings online 

Während die Präsenz-Module im Modellgarten in Obererbach bisher bei Regen, Wind und Hagelschauern stattfanden, lachte am vergangenen Samstag endlich die Sonne! Allerdings fand das Modul 6 – Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung online statt. Aber dank der guten Laune des Referentenpaares Heike Boomgaarden und Werner Ollig hatten auch die Teilnehmer, die sich zum gemeinsamen Online-Lernen im Kulturhaus in Hamm versammelt hatten, bald die Sonne im Herzen.

Anschaulich vermittelten die Referenten, wie wichtig ein Umdenken auch bei der Schädlingsbekämpfung ist. Traditionelle Pestizide wirken nur kurzsichtig und schaffen stattdessen viele neue Probleme. Sinnvoller ist es, die Pflanzen zu stärken und widerstandsfähig zu machen. Ganz wichtig ist hier ein gesunder Boden:  Ein gesunder Boden hilft gesunden Pflanzen gegen Schädlinge.

Ein Stück „Wilder Garten“, eingesät mit einer bunten Blühmischung sorgt nicht nur für Schönheit und Ästhetik, sondern bietet auch vielen Nützlingen Wohnraum und dient so der Artenvielfalt und Biodiversität. Und die Nützlinge vertilgen gleichzeitig Blattläuse und andere Schädlinge. Und wenn die Schädlinge doch in der Überzahl sind, hilft statt Pestiziden eine selbst gekochte Pflanzenbrühe.

 

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v.l.n.r. Walburga Heidemann, Uta Räder, Heike Kuchhäuser, Dr. Maria Decker, Monika Künkler, Gerlinde Eschemann
v.l.n.r. Walburga Heidemann, Uta Räder, Heike Kuchhäuser, Dr. Maria Decker, Monika Künkler, Gerlinde Eschemann

Vorsitzende von SOLWODI Deutschland e.V., Dr. Maria Decker zu Gast beim Delegiertentag des LandFrauenverbandes Frischer Wind 

Zum diesjährigen Delegiertentag des LandFrauenverbandes Frischer Wind e.V. konnte die Vorsitzende Gerlinde Eschemann im Konferenzsaal des Westerwald Treffs in Oberlahr neben 70 Delegierten aus den Bezirksverbänden Frau Dr. Maria Decker, Vorsitzende von SOLWODI Deutschland e.V. begrüßen.

Gerlinde Eschemann berichtete zunächst über Aktuelles aus dem Kreis- und Landesverband und wies auf anstehende Veranstaltungen hin. Am 13. April findet im Dorfgemeinschaftshaus Puderbach unter dem Dach der Initiative „Wir Westerwälder“ die erste gemeinsame LandFrauenMesse der drei Kreisverbände Neuwied, Westerwald und Altenkirchen statt. Hier präsentieren ca. 40 Aussteller*innen selbstgemachte Wäller Vielfalt aus Handwerk, Kunst, Schmuck, Kosmetik und natürlich gibt es auch kulinarische Leckereien. Am 03. Mai findet im KulturWerk Wissen der diesjährige LandFrauentag statt. Neben Ehrungen verdienter LandFrauen bieten MusicalKultur Daaden e.V. eine Zeitreise durch die Welt der Musicals. Außerdem gab es Informationen zur Klimagärtner-Fortbildung. 38 Teilnehmer*innen lernen unter Anleitung von Referentin Heike Boomgaarden in 10 Modulen den Garten der Zukunft zu bestellen.

Geschäftsführerin Monika Künkler ließ in ihrem Geschäftsbericht das vergangene LandFrauen-Jahr Revue passieren und informierte über erfreuliche Mitglieder- und Teilnehmerzahlen bei Seminaren und Studienreisen in den Bezirken. Kassiererin Uta Räder trug den Kassenbericht vor und die Versammlung erteilte dem Vorstand einstimmig Entlastung. 

Frau Dr. Maria Decker stellte sehr anschaulich Aufgaben und Ziele des Vereins SOLWODI Deutschland e.V. vor. Der gemeinnützige Verein, der 1987 von Schwester Lea Ackermann gegründet wurde, setzt sich für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund ein, die Not und Gewalt erfahren haben, sei es durch Menschenhandel, Prostitution, Zwangsheirat oder sonstige Gewalt. Inzwischen ist SOLWODI an   18 Standorten mit 21 Fachberatungsstellen und 14 Schutz- und Wohnprojekten bundesweit vertreten. Der Verein bietet psychosoziale Betreuung, organisiert medizinische und juristische Unterstützung und hilft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Über 2.000 Frauen, oft mit kleinen Kindern, suchen jährlich Schutz bei SOLWODI. Gerade mit Kindern ist der Betreuungsaufwand in den Einrichtungen durch steigende Personalkosten sehr hoch. Bund und Länder fördern die Schutzeinrichtungen nur unzureichend, so dass auch SOLWODI auf Spenden angewiesen ist, um die Unterbringungsangebote weiterhin aufrecht halten zu können. 

 

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 LandFrauen Frischer Wind absolvieren Modul 5 der Weiterbildung zum Klimagärtnern – Gemüse aus dem eigenen Garten

 Auch Regen- und sogar Hagelschauern konnten die LandFrauen nicht bremsen : Mit viel Begeisterung und Energie wurde im Modellgarten in Obererbach einen ganzen Tag lang gegraben, gebaut und gepflanzt.

 Die Referenten Heike Boomgaarden und Werner Ollig hatten ihren Vor-Tour-der-Hoffnung-Bus wieder bis unters Dach mit Blumen, Stauden, Gemüsepflanzen und sogar zwei kompletten Hochbeeten befüllt. So konnte das Staudenbeet weiter bepflanzt werden, eine Steinmauer angelegt, der rain garden vervollständigt werden. Unter die Beerensträucher wurden Vergissmeinnicht gepflanzt, um Hummeln zum Bestäuben anzulocken. Die Hochbeete wurden platziert, gestrichen und mit Astwerk, Humus und Mutterboden gefüllt und anschließend mit ersten Pflanzen und Samen bestückt.

 Währenddessen erklärte Heike Boomgaarden, wie der Platz im Hochbeet optimal genutzt wird, welche Gemüse nebeneinander angebaut werden können und welche Sorten sich sogar gegenseitig unterstützen.

 Am Nachmittag wurde noch aus Basaltsteinen auf dem restlichen Komposthaufen eine wunderschöne Kräuterschnecke angelegt. Ein rundum gelungener Tag, der neben viel Wissen und Gemeinschaftssinn auch jede Menge Freude vermittelte.   

 

 

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 Fortbildung zum Klimagärtnern - Modul 4 - Rasen und Grünflächen 

Ausgerechnet der Stolz vieler Gartenbesitzer, der englische Rasen, kommt bei der ökologischen Bewertung ganz schlecht weg. Ein schöner grüner Rasen muss intensiv gepflegt werden, benötigt viel Dünger und im Sommer viel Wasser. Die negativen schädlichen Auswirkungen der Rasenbearbeitung übertreffen die positiven um ein Mehrfaches. So appellierte die Referentin Heike Boomgaarden an alle Teilnehmer der vierten Weiterbildungsrunde, den Rasen neu zu denken, bestehende Rasenflächen zu extensivieren und stattdessen Kräuterrasen oder Blumenwiesen entstehen zu lassen.

 

Unter den Teilnehmern der Weiterbildung konnte die Vorsitzende des LandFrauenverbandes Frischer Wind e.V., Gerlinde Eschemann, dieses Mal auch zwei Vertreterinnen der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland Pfalz, die die gesamte Maßnahme fördert, begrüßen. Frau Dr. Alexandra Christ und Frau Stefanie Lotz konnten sich vor Ort überzeugen, dass die Fördergelder gut angelegt sind. Ausgerüstet mit Regenjacken und Gummistiefeln legten die beiden Damen nach dem theoretischen Teil selbst Hand an im Modellgarten der LandFrauen in Obererbach.

 

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 Fortbildung zum Klimagärtnern - Modul 3 - Plastikfreies Gärtnern

Kreativ gegen Plastik - Wir LandFrauen  sind aktiv dabei, die Landschaft plastikfrei zu halten ..

Wir setzen auf selbstgemachte Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier, alte Strumpfhosen und natürliche Schnüre zum Anbinden, Klettergerüste aus Weiden und nachhaltige Werkzeuge aus Holz. Wir entdeckten das Geheimnis der Terra Preta und wie Kohlenstoff dauerhaft im Boden gebunden werden kann. Dieser Boden ist äußerst nährstoffreich und dient gleichzeitig einer Vielzahl von Mikroorganismen. 

Nach dem mit viel positiver Energie und Freude absolvierten theoretischen Teil ging es in unseren Modellgarten, um unsere "Terra Preta" herzustellen. Unser großer Dank gilt wieder einmal unseren Referenten Heike Boomgaarden und Werner Ollig für ihr tolles  Engagement und ihre nie endende Motivation.

 


 

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Fortbildung zum Klimagärtnern -  Modul 2 - Anlegen des Modellgartens

Am 25. November trafen sich die Teilnehmer der Fortbildung "Gärtnern in Zeiten des Klimawandels" zum 2. Modul in Obererbach.

Dort wurde tatkräftig im Modellgarten von Uta Räder gearbeitet. Zum Thema: Obstbäume, Zukunftsbäume und Sträucher konnten die zukünftigen Klimagärtner selbst Hand anlegen. 

Heike Boomgaarden und ihr Mann Werner Ollig hatten einen Bus voller Pflanzen mitgebracht. Diese sollten vor Ort gepflanzt werden. Zuerst stand ein " Eichhörnchen-Wald" an. Der erste seiner Art, wie Frau Boomgaarden mit einem Augenzwinkern in ihrer lustigen Art mitteilte. Dutzende Sträucher fanden an einem Feldrand Platz, wo Tiere einen ungestörten Lebensraum finden können.

Als Nahrungsquelle für Insekten im zeitigen Frühjahr wurden dort noch unzählige Blumenzwiebeln gesetzt. Ebenso beim Haus und auf dem Dorfplatz gegenüber fanden hunderte Narzissen, Krokusse und Tulpen ihren Platz.

Im Anschluss wurde ausführlich erläutert, wie ein Obstbaum fachmännisch gepflanzt wird. Auch hier trotzten alle dem regnerischen Wetter und waren begeistert dabei.

 

 

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Fortbildung zum Klimagärtnern - Modul 1 – Besichtigungen im Ahrtal 

Die Teilnehmer/innen trafen sich am 17. Oktober 2023, um von Altenkirchen ins Ahrtal zu fahren. Mit dabei die Projektleiterin Heike Boomgaarden und ihr Mann, der Agraringenieur Werner Ollig . Letzterer nutzte die Fahrzeit, um ausführlich über das Thema Boden-, Erden- und Wassermanagement zu referieren:

 - Bodenkunde

 - Bodenpflege mit Mulch, wie z. B. eine dünne Schicht Laub in den Beeten den Boden verbessert  und den Regenwürmern als

   Festschmaus dient. 

- Bodennahrung Kompost: wie aus richtig kompostierten Küchen- und Gartenabfällen wertvolle Nahrung für alle Pflanzen im Garten

   entsteht.

Somit ist die Verwendung von Torf im Garten unnötig. Dieser über Jahrhunderte gewachsene Rohstoff sollte in den Mooren verbleiben. Soweit einige Aspekte zu diesen Themen. 

Erste Anlaufstelle im Ahrtal war der Betrieb Staudenkulturen Schweiss in Grafschaft-Bölingen. Tausende Stauden-Jungpflanzen werden hier eingetopft und nach ausreichendem Wachstum über Baumschulen und Gartencenter vermarktet. Bei einer Führung mit Herrn Schweiss trafen die Besucher auf eine faszinierende Vielfalt an Stauden, Gräsern, Küchenkräutern und Wasserpflanzen. 

 

Es folgte der Besuch im Modellgarten in Altenahr: ein Garten der Nachhaltigkeit mit Fokus auf Klimastrategien und Erhalt der Biodiversität. Dieses 900 m² große Anwesen einer jungen Familie wurde im Juli 2021 bei der Ahrflut komplett zerstört. Dank Geld- und Sachspenden und durch das große Engagement von Heike Boomgaarden und der LandFrauen vor Ort wurde der Garten modelliert, bepflanzt und gestaltet. 

 

Ein besonders bewegendes Erlebnis war das Treffen mit Ehepaar Knopp in deren Garten in Walporzheim. Auch hier hatte die Flutwelle damals mit voller Wucht ihre Spuren hinterlassen. Umso bewegender war es, dass die Besuchergruppe nun hier empfangen und beköstigt wurde. Unvorstellbar die Beschreibungen des Erlebten von vor zwei Jahren und wie es damals dort ausgesehen hat.

Deutlich wurde, was ein Garten bzw. die Natur mit all ihren Farben mit den Menschen und ihren Seelen „macht“. Vom schlammüberzogenen Anwesen wieder langsam zu einem farbenfrohen Kleinod, wie es die Bewohner kannten, war es ein weiter Weg. Möglich wurde dies unter anderem durch die großartige Hilfe von unzähligen freiwilligen Helfern. So kann Frau Knopp, in der von ihr für Flutbetroffene angebotenen Traumatherapie, ihren Garten wieder als wertvollen Therapieort nutzen.

 

Den Abschluss bildete der Austausch mit einigen LandFrauen aus dem Kreisverband Ahrweiler bei einem Abendessen.

 

 

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Begeisternde Heike Boomgaarden motiviert zum Klimagärtnern

Heike Boomgaarden, bekannte SWR-Gartenexpertin, stellte in der Auftaktveranstaltung des LandFrauenverbandes Frischer Wind e.V. das Programm der Weiterbildung „Mein Garten der Zukunft“ so leidenschaftlich vor, dass sich gleich eine Anzahl begeisterter Gäste zur Teilnahme anmeldete.

Gerlinde Eschemann, Vorsitzende des LandFrauenverbandes Frischer Wind, begrüßte unter den anwesenden Gästen insbesondere Frau Stefanie Lotz, stellvertretende Leiterin der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz und bedankte sich bei ihr sowie bei der Vertreterin der Ländlichen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz, Regina Heide, für ihre großartige Unterstützung. Schließlich wird das Projekt vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz mit einem Betrag von 15.000 Euro gefördert. So ließ es sich Ministerin Katrin Eder nicht nehmen, die LandFrauen mit einer Video-Botschaft persönlich zu begrüßen. Sie hob in ihrer Ansprache hervor, wie wichtig das private Engagement im eigenen Garten sowie auf öffentlichen Flächen für den Klimaschutz ist.

Das betonte auch Bürgermeister Fred Jüngerich in seinem Grußwort und lobte die LandFrauen für ihren besonderen Einsatz.

Damit das Gärtnern in Zeiten des Klimawandels auch gelingen kann, wird Heike Boomgaarden die Teilnehmer der Weiterbildung ein ganzes Jahr lang begleiten und in zehn verschiedenen Modulen alles Wissenswerte zu den Themen „Gesunde Böden, Wassermanagement, zukunftsfähige Stauden und Bäume, Fassadenbegrünung usw.“ vermitteln.

Werner Ollig, Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz a.D., hob in seinem anschaulichen Vortrag „Garten und Gesundheit“ hervor, dass richtiges Gärtnern nicht nur aktiven Klimaschutz bedeutet, sondern auch Körper und Seele guttut, ganz abgesehen von den gesunden Früchten und Gemüsen, die der Garten oder auch der Balkon liefert.

Der Verlag Quelle und Meyer bot umfangreiche Literatur zum Thema Natur, Garten und Gesundheit an einem reich gedeckten Büchertisch an.

Und last but not least hatten Heike Boomgaarden und Werner Ollig den Bus der Vor-Tour-der-Hoffnung mitgebracht, voller Pflanzen, die gegen eine Spende zur Unterstützung krebskranker Kinder reißenden Absatz fanden.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, waren sich alle Beteiligten einig.

Wer noch an der Weiterbildung teilnehmen möchte, sollte sich baldmöglichst per Email landfrauen-frischer-wind@t-online.de oder Tel. 02662 5078761 anmelden. Das erste Modul ist eine Besichtigung der neu angelegten Gärten an der Ahr am 17. Oktober.

 


Das Grußwort der Klimaschutzministerin Katrin Eder finden Sie hier :

Weitere Videomitschnitte der Auftaktveranstaltung gibt  es auf unserem Youtube-Kanal :

https://www.youtube.com/playlist?list=PLR8eA8VNf7t5YUU3VX55HZK1DgBg7qCgW

Letzte Aktualisierung: 08.07.2024